Rezension: Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas

Hallo liebe Bücherfreunde und Fabelwesen ♥

ich hatte das Glück eine Ausgabe von „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas aus dem dtv-Verlag zu gewinnen und möchte euch heute das Buch ein  wenig (spoilerfrei) näher bringen.

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Hin und wieder gerate ich in ein „Reading Slump“, also in eine Phase, in der ich auf gar kein Buch Lust habe und einfach nichts lese. Und aus so einem Loch wieder herauszukommen, ist gar nicht so einfach. Ich bin mir sicher, der ein oder andere von Euch kennt diese Phasen auch, oder?

„Das Reich der sieben Höfe“ war einfach großartig und Sarah J. Maas hat mich damit endlich aus meinem „Leseloch“ herausgeholt!

Titel: Das Reich der sieben Höfe- Dornen und Rosen
Autor: Sarah J. Maas
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: dtv
Kosten: 18,95 €

Doch worum geht es überhaupt?

Feyre hat ihrer Mutter auf dem Sterbebett das Versprechen gegeben, sich um ihre beiden Schwestern und den Vater zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es Ihnen gut geht. Und das obwohl sie das jüngste Kind ist und ihre Familie ihre Anstrengungen nicht unbedingt zu schätzen weiß.

Eines Tages erlegt sie auf der Jagd jedoch einen Wolf. Dieser ist jedoch kein gewöhnlicher Wolf, sondern ein gewandelter Fae – eines jener Wesen, die auf der anderen Seite der Insel ihr Unwesen treiben und Horrorgeschichten entsprungen sind. Und genau ein solches Wesen steht am nächsten Tag bei Feyre vor der Tür und fordert ihr Leben für das des Fae. Er stellt sie vor die Wahl, sie kann ihr Leben augenblicklich geben und sich töten lassen oder sie kehrt mit dem Fae zurück in sein Reich und lebt fortan bei ihm…

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Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin liest sich wie immer locker leicht, ist aber dennoch sehr bildlich und gespickt mit wirkungsvollen Aussagen. Man merkt jeder Seite an, dass die Liebe im Detail steckt und ich war von Anfang an gefesselt. Das Buch ist praktisch in zwei Haupthandlungen geteilt und wird nach der ersten Hälfte noch um einiges rasanter. Denn nicht nur das Leben bei den Fae stellt Feyre vor eine besondere Herausforderung, sondern eine Krankheit befällt das Land und bedroht auch das Reich der Menschen. Und über dem ganzen Unheil schwebt auch noch eine bösartige Sie, die selbst den mächtigsten Fae Angst einzujagen scheint…

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Besonders gut gefallen hat mir, wie Sarah J. Maas die Welt aufgebaut hat. Man merkt einfach, dass alles sehr gut durchdacht ist und sie einen guten Überblick über ihre Welt hat. Die eingeführten Wesen und Feste und Bräuche konnte ich mir sehr gut vorstellen und durch die Beschreibung der teilweise wunderlichen Landschaften erzeugt sie eine gute Vorstellung beim Leser.

Ein wenig anstrengend fand ich hingegen Feyres Beziehung zu ihrer Familie. Feyre ist ohne Frage eine starke Person, doch leider auch sehr festgefahren in ihrer Situation. Ich kann sie verstehen, doch leider steht sie sich damit immer wieder selbst im Weg. Außerdem lässt sie sich trotz ihrer Stärke immer wieder von ihrer Familie unterdrücken und herumschubsen und das nur aufgrund des Versprechens, das sie ihrer Mutter gab – die offenbar auch nicht gerade die netteste Person war. Ich hatte das Gefühl, dass durch das Versprechen die Handlung immer wieder ein wenig ins Stocken kam, da es immer wieder in den Vordergrund rückte und stets so präsent war. (Zumindest was den ersten großen Teil des Buches betrifft.)

Besonders gestört hat mich der Vater von Feyre, der durch den Verlust des Geldes der Familie auch seinen Lebenswillen verloren zu haben scheint. Sein Gemüt und Wesen ändern sich immer je nach finanzieller Situation, was besonders in der Mitte des Buches deutlich zeigt. Von ihrer Schwester Nesta hatte ich ein ähnlich negatives Bild,  dass ich jedoch im Verlauf der Handlung noch einmal überdenken und ändern musste. Ich bin gespannt, was man in den nächsten Büchern noch über Nesta erfahren wird und ob sie eine größere Rolle bekommen wird.

Eben diese Wandelbarkeit kommt auch Feyre zu Gute, die mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen ist und in der zweiten Hälfte über sich hinaus zu wachsen scheint. Sie schafft es endlich, ihre alten, mentalen Fesseln loszulassen und kämpft für ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Außerdem möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal kurz betonen, wie mir die Vielschichtigkeit und Tiefe ihres Charakters gefallen hat. Feyre hat sich alles selbst beigebracht und stets ums Überleben gekämpft und dennoch (oder vielleicht auch gerade deswegen?) liebt sie Farben, die Malerei und verliert sich gerne in der doch eigentlich sehr ruhigen Kunst.

Und mal ganz ehrlich, Sarah J. Maas weiß, wie man eindrucksvolle Charaktere schreibt -ich sage nur Rhysand :D….

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Ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleinen Eindruck vom Buch geben, ohne zu viel zu verraten. Insgesamt hat es mir wirklich sehr gut gefallen und mich von der ersten Seite an gefesselt.

Meine Bewertung:

Blanko

Wie ihr vielleicht merkt, gibt es in diesem Buch so viel zu entdecken, dass ich dem Ganzen mit einer Rezension gar nicht gerecht werden kann. Am Besten holt ihr euch eine Leseprobe und überzeugt euch selbst von dieser wundervollen Geschichte, angelehnt an „Beauty and the Beast“.