Rezension: Immer wieder im Sommer

Hallo ihr Lieben,
falls ihr noch auf der Suche nach einer schönen Sommerlektüre seid, habe ich heute ein tolles Buch für euch:
„Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog aus dem Rowohlt-Verlag, an dieser Stelle vielen Dank für das Rezensionsexemplar! ♥

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Titel: Immer wieder im Sommer
Autor: Katharina Herzog
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Kosten: 12.99 €
Bewertung 4 von 5

Nachdem Anna eine merkwürdige Nachricht von ihrer Mutter erhält und ihr Leben derzeit festzustecken scheint, fasst sie einen spontanen Entschluss. Sie will ihrer Mutter einen Besuch abstatten und sich dann auf den Weg nach Amrum machen, wo ihre frühere Liebe Jan inzwischen arbeitet.
Bevor sie noch groß über ihre Entscheidung nachdenken kann, beginnt ein Roadtrip der etwas anderen Art. Denn nicht nur sie selbst sitzt im Auto, bald schon machen sich auch noch ihre Kinder, ihr Ex-Mann und ihre Mutter mit auf den Weg nach Amrum…
Ob das gut gehen kann?

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Meine spoilerfreie Meinung:

Das Buch hat mir einige lustige Momente bereitet und mich stets mit einem Lächeln zurückgelassen.
Der Erzählstil passt zur lockerleichten Sommerstimmung und man kommt schnell in einen Lesefluss. Die unterschiedlichen Charaktere überzeugen in ihrer Rolle und harmonieren gut miteinander- Chaos vorprogrammiert…

Besonders die pubertierende Tochter wurde von Katharina Herzog so gut beschrieben, dass sie mir einerseits total auf die Nerven ging, mir aber auch Leid tat, mit dem ganzen Gedanken-Wirrwarr im Kopf.
Generell waren die Wechsel der Perspektiven gut eingesetzt und haben zur Spannung beigetragen. Mit Friedas Sichtweise schwang immer etwas Sehnsucht nach einer schöneren, vergessenen Zeit mit. Sophie zeigte uns Lesern, welche Gefühle ein Mädchen in ihrem Alter durchmacht. Und Anna wollte ich am Liebsten an die Hand nehmen und ihr durch all das Chaos in ihrem Leben helfen.
Anna ist eine starke Mutter, sich dessen aber nicht so sehr bewusst. Daher fehlt ihr oft der Mut, sich durchzusetzen. Im Laufe des Buches wächst sie jedoch an der Situation und wird mit jedem Schritt selbstbewusster.

Was mich wirklich berührt hat, war die Geschichte von Frieda, die den Stein der Handlung ins Rollen bringt. Doch trotz dieser traurigen Thematik war die Geschichte immer mit einem positiven Gefühl verbunden. Das ist schwer zu beschreiben, aber die Geschichte hat stets Platz für Hoffnung gelassen. Das Ende ist auch durchaus zufrieden stellend und ich kann euch das Buch für die warmen Sommertage nur empfehlen!

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Kennt ihr diese wunderbare Geschichte bereits oder habt ihr schon davon gehört?

Rezension: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor – Martin Baltscheit #5 Reziwoche

Hallo ihr Lieben ♥

Zum Abschluss möchte ich euch ein Bilderbuch vorstellen, das für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist. Wie ihr vielleicht wisst, studiere ich Grundschullehramt und beschäftige mich daher immer wieder mit Bilderbüchern.
Schon lange sind sie nicht mehr nur einfach nette Bücher mit bunten Bildern! Viele Bilderbücher lassen sich nur über mehrere Ebenen verstehen und haben daher Erwachsene als Zielgruppe vor Augen.
Doch darum soll es heute nicht gehen. Wenn ihr Interesse daran habt, kann ich aber gerne mal einen gesonderten Post über Bilderbücher machen 🙂

Titel: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
Autor: Martin Baltscheit
Seitenzahl: 40 Seiten
Verlag: Beltz
Kosten: 13,95 €

„Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss.
Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer.
Dann aber fing er an zu vergessen, dass er ein Fuchs war.“ (Klappentext auf dem Buch)

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Wie ihr vermutlich bereits schlussfolgern konntet, geht es in diesem Bilderbuch um einen Fuchs, der an Demenz erkrankt. Das Buch begleitet den Fuchs, wie er von einem jungen Tier mit voll wilder Energie zu einem alten, kranken Fuchs wird, der sich immer mehr vergisst. Bis er am Ende sogar vergisst, was es heißt zu jagen und er mitten während einer Jagd einfach stehen bleibt, vergisst was Hühner sind, vergisst was er selbst eigentlich ist.

Unterstützt wird dieser ‚Verfall‘ durch die Typografie im Buch. Wichtige Wörter werden zum Beispiel groß geschrieben oder die Wochentage stehen kreuz und quer über der Seite verteilt geschrieben. Mal ist die Schrift recht klein, bei Gefahr ist sie dann plötzlich wieder sehr groß und bedeckt die komplette Seite. Dadurch lebt die Erzählung und verdeutlicht einmal mehr, wie es im Inneren des Fuchses aussieht.

Gestalterisch beschränkt sich das Buch auf wenige Farben, die den Eindruck machen, sie wären schon länger im Buch und verlören nun an Intensivität. Auch dies verstärkt den Eindruck des Verfalls bzw. von Altem.

Mich hat das Buch persönlich sehr berührt, da ich bereits miterlebt habe, wie Menschen ihr Gedächtnis und damit auch ihre Identität verloren haben. Mit jeder Seite wurde ich trauriger und habe diese Ohnmacht gefühlt, die man immer verspürt, wenn etwas Ungerechtes geschieht, man aber unfähig ist, dagegen anzugehen. Doch dann kam der letzte Satz und hat mich als Leser wieder aufgefangen und mich hoffnungsvoll aus der Geschichte gehen lassen.

Meine Bewertung:

Bewertung 4 von 5

Für Kinder ist dieses Buch meines Erachtens nach auch geeignet, um ihnen die Krankheit verständlicher zu machen. Allerdings würde ich euch raten, nicht einfach nur das Buch mit ihnen zu lesen und es dabei zu belassen. Es ist wichtig mit den Kindern danach darüber zu sprechen, Fragen zu beantworten, ihnen aber auch Hoffnung zu geben und ihnen zu helfen, eine solche Thematik zu verarbeiten.

Ich hoffe, ich konnte euer Interesse an diesem tollen Buch wecken und falls ihr noch irgendwelche Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr mir gerne schreiben ♥ 

 

 

Rezension: Ein Käfig aus Rache und Blut von Laura Labas #1 Reziwoche

 

Hallo ihr Lieben ♥

Hiermit startet meine kleine Rezi-Woche, die von Montag bis Freitag geht 🙂
Für die kommenden fünf Tage bekommt ihr also jeden Tag eine Rezension von mir, Samstag kommt dann der zweite Teil meiner Spartipps online.
(Manche Rezensionen findet ihr auch unter meinem  Lovelybooks-Profil, da ich vor meinem Blog dort die Rezis veröffentlicht habe.)

Heute kommt also Teil #1 meiner Reziwoche und ich starte (natürlich spoilerfrei) mit „Ein Käfig aus Rache und Blut“ von Laura Labas.

Titel: Ein Käfig aus Rache und Blut
Autor: Laura Labas
Seitenzahl: 320 Seiten
Verlag: Drachenmond
Kosten: 12,90 €

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Das Buch handelt von Alison, die nach dem Tod ihrer Eltern von ihrer Tante zu einer Dämonenjägerin ausgebildet wird- denn die Welt ist schon lange nicht mehr so, wie wir sie kennen. Die Dämonen sind aus ihrer Dimension gekommen und unterdrücken die Menschen ohne Rücksicht und Gnade.
Alison hat Rache für ihre Eltern geschworen und macht nun Jagd auf jeden Dämon, der ihr vor die Klinge läuft. Doch eines Tages wird sie von Dämonen entführt und findet sich in der Welt eines Königdämons wieder, die so ganz anders ist, als sie angenommen hat.
Doch dies ist bei Weitem nicht das einzige Problem, dem sie sich stellen muss…

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Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und fand es wirklich toll.
Zum Einen konnte man sich nie sicher sein, wer nun gut und wer böse ist.
Dadurch das in dem „Königreich“ alles so anders war als in bei den restlichen Dämonenstädten, war ich als Leser genauso misstrauisch wie Alison.
Außerdem gibt es in dem Buch einen weiteren Handlungsstrang, der mich vollkommen verwirrt hat- aber im positiven Sinne 😀 Dieser Strang handelt von Alisons Freund und führt eine Person ein, der ich nun überhaupt nicht traue und so gar nicht einschätzen kann, nachdem sie etwas ziemlich Grausames getan hat.
Generell finde ich es auch gut, dass Laura Labas solche unschönen Szene beschrieben und nicht einfach übersprungen hat (auch wenn ich manche Szene mit zugekniffenen Augen gelesen habe und froh war, als sie vorbei waren :D).
Zugleich lässt mich das auch zu einem klitzekleinen Minus-Punkt kommen: die wechselnden Sichten. Ich war nie und bin noch immer kein großer Fan von wechselnden Sichten im Buch und überfliege dieses meistens, da sich mich einfach stören. Ich bin meist so sehr in der Haupthandlung, dass ich wechselnde Sichten als ausbremsend empfinde. Allerdings finde ich sie hier nicht zu viel und verstehe auch die Notwendigkeit, warum es sie gibt.:)
Sie erzeugen eben den weiteren Plot, der hoffentlich in den nächsten Bänden mit der Haupthandlung zusammenlaufen wird und steigern die Spannung. Deshalb sind sie hier auch wirklich notwendig stellen für mich nur ein kleinen Störfaktor in der Geschichte dar.

Ich muss außerdem zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, bis ich mich mit Alison anfreunden konnte. Sie ist ein ganz schöner Dickkopf und kann einfach nicht nachgeben oder mal abwarten. Doch genau wie Gareth (gut aussehender, mies gelaunter Kerl im Buch :D) habe ich bald erkannt, dass Alison einfach ein Kämpferin ist und es ihr natürlich schwer fällt, diesen jahrelangen Hass, den sie in sich trägt, zu unterdrücken.

Aber das waren wie ihr bemerkt habt, wirklich nur Kleinigkeiten, die mich gestört haben. Insgesamt war das Buch wirklich toll und ich freue mich schon auf die Fortsetzung- denn es sind noch soo viele Fragen und offen und ich bin super gespannt, wie es weitergehen wird… Und natürlich freue ich mich auf mehr Gareth 😀

Meine Bewertung:

Bewertung 4 von 5

Kennt ihr das Buch und habt ihr es schon gelesen?

Rezension: Mondprinzessin von Ava Reed

 

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Hallo meine Lieben ♥

Der erste Blogbeitrag des Jahres ist eine kleine Rezension zu Ava Reeds „Mondprinzessin“ aus dem Drachenmond-Verlag. Ich habe mir dieses und zahlreiche andere Bücher des Verlags auf der Frankfurter Buchmesse gekauft und bin nun im neuen Jahr fleißig am Lesen der Schätzchen.

Meine Bewertung:

Bewertung 4 von 5

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Können wir zunächst mal einen Moment inne halten und dieses wunderschöne Cover bestaunen ? *.*

Im Buch geht es um Lynn, die in einem Waisenhaus aufwächst und sich irgendwie durchs Leben kämpft. An ihrem Geburtstag bemerkt sie plötzlich ein seltsames und schmerzendes Leuchten auf ihrem Arm und wird kurz darauf von zwei Männern verfolgt, die ihr nach dem Leben trachten.

Von da an ist nichts mehr wie es war und ihre ganze Welt steht Kopf! Doch sie muss sich zum Glück nicht mehr alleine durchs Leben schlagen, sondern hat die kleine Waschbärdame Tia und den Wächter Juri an ihrer Seite…

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Was mir von Anfang an positiv aufgefallen ist, sind die kleinen Sprüche zu Beginn jedes Kapitels. Sie haben meist eine wirklich schöne Aussage, die ich oft auch auf mein eigenes Leben beziehen konnte. Zugleich wurde man immer auf das nächste Kapitel eingestimmt und konnte so schon ahnen, was nun wohl passieren würde… Also meistens 😀

Inhaltlich hat sich die Geschichte gut, aber manchmal ein klein wenig zu schnell entwickelt. Das Buch ist auch nicht so dick und liest sich wirklich schnell und flüssig. Zudem konnte ich mich mit der Protagonistin soweit ganz gut anfreunden und besonders die kleine Tia hat sich in mein Herz geschlichen. Sehr gut fand ich an den Charakteren zudem, dass man sich oft nicht ganz sicher war, wer nun gut und böse ist. Ich hatte so meine Vermutungen (und lag damit auch richtig), aber besonders bei einer Person war ich mir bis zum Schluss nicht sicher, wie ich sie einschätzen sollte. Leider waren mit die Hintergrundgeschichten der Personen etwas zu kurz geraten. Man hat durchaus erfahren, was beispielsweise Juri bewegt, aber irgendwie war mir das n0ch nicht genug.

Auch fand ich es etwas schade, dass man nur so wenig über den Mond und das Leben dort erfährt. Zwar bekommt man einen Einblick, doch wie gesagt, hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht.

Gut fand ich aber diese unterschwelligen politischen Machtkämpfe, die Ava Reed mit einfließen lassen hat. Sie waren über die gesamte zweite Hälfte des Buches präsent, doch so, dass sie der Geschichte gut getan haben. Besser kann ich es leider gerade nicht beschreiben, da ich sonst spoilern würde. Außerdem hat besonders ein politischer Aspekt der Liebesgeschichte, die sich stetig aufgebaut hat, so einiges an Spannung und Dramatik verliehen. 🙂

Das Beste am Buch war meiner Meinung nach der Schluss! Denn das Buch endet mit einem ordentlichen Knall, den ich so nicht erwartet hatte und mich erstmal fassungslos auf die Seiten hat starren lassen! Ich konnte es einfach nicht glauben und habe besonders eine Stelle mehrmals gelesen.

Insgesamt ist es ein gelungenes Buch, was mir große Freude gebracht hat. Der Schreibstil liest sich wirklich leicht und hat mich manchmal an eine Fanfiction erinnert- wieso kann ich gar nicht genau sagen, aber ich hatte beim Lesen so einen lockerleichten Lesefluss wie ich ihn auch von Fanfictions kenne. Vielleicht liegt es einfach an der Kürze der Handlung und wie schnell alles passiert ist, aber ich habe diesen Schreibstil wirklich genossen. 🙂

Ich musste übrigens die ganze Zeit an Sailor Moon denken, ihr auch? 😀 Das war einfach meine Kindheits-Heldin und Lynn ist ihr super ähnlich ♥

Hat es von Euch schon jemand gelesen oder steht es vielleicht auf eurer Wunschliste? Lasst es mich doch in den Kommentaren wissen!