Rezension: Immer wieder im Sommer

Hallo ihr Lieben,
falls ihr noch auf der Suche nach einer schönen Sommerlektüre seid, habe ich heute ein tolles Buch für euch:
„Immer wieder im Sommer“ von Katharina Herzog aus dem Rowohlt-Verlag, an dieser Stelle vielen Dank für das Rezensionsexemplar! ♥

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Titel: Immer wieder im Sommer
Autor: Katharina Herzog
Seitenzahl: 384 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Kosten: 12.99 €
Bewertung 4 von 5

Nachdem Anna eine merkwürdige Nachricht von ihrer Mutter erhält und ihr Leben derzeit festzustecken scheint, fasst sie einen spontanen Entschluss. Sie will ihrer Mutter einen Besuch abstatten und sich dann auf den Weg nach Amrum machen, wo ihre frühere Liebe Jan inzwischen arbeitet.
Bevor sie noch groß über ihre Entscheidung nachdenken kann, beginnt ein Roadtrip der etwas anderen Art. Denn nicht nur sie selbst sitzt im Auto, bald schon machen sich auch noch ihre Kinder, ihr Ex-Mann und ihre Mutter mit auf den Weg nach Amrum…
Ob das gut gehen kann?

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Meine spoilerfreie Meinung:

Das Buch hat mir einige lustige Momente bereitet und mich stets mit einem Lächeln zurückgelassen.
Der Erzählstil passt zur lockerleichten Sommerstimmung und man kommt schnell in einen Lesefluss. Die unterschiedlichen Charaktere überzeugen in ihrer Rolle und harmonieren gut miteinander- Chaos vorprogrammiert…

Besonders die pubertierende Tochter wurde von Katharina Herzog so gut beschrieben, dass sie mir einerseits total auf die Nerven ging, mir aber auch Leid tat, mit dem ganzen Gedanken-Wirrwarr im Kopf.
Generell waren die Wechsel der Perspektiven gut eingesetzt und haben zur Spannung beigetragen. Mit Friedas Sichtweise schwang immer etwas Sehnsucht nach einer schöneren, vergessenen Zeit mit. Sophie zeigte uns Lesern, welche Gefühle ein Mädchen in ihrem Alter durchmacht. Und Anna wollte ich am Liebsten an die Hand nehmen und ihr durch all das Chaos in ihrem Leben helfen.
Anna ist eine starke Mutter, sich dessen aber nicht so sehr bewusst. Daher fehlt ihr oft der Mut, sich durchzusetzen. Im Laufe des Buches wächst sie jedoch an der Situation und wird mit jedem Schritt selbstbewusster.

Was mich wirklich berührt hat, war die Geschichte von Frieda, die den Stein der Handlung ins Rollen bringt. Doch trotz dieser traurigen Thematik war die Geschichte immer mit einem positiven Gefühl verbunden. Das ist schwer zu beschreiben, aber die Geschichte hat stets Platz für Hoffnung gelassen. Das Ende ist auch durchaus zufrieden stellend und ich kann euch das Buch für die warmen Sommertage nur empfehlen!

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Kennt ihr diese wunderbare Geschichte bereits oder habt ihr schon davon gehört?

Rezension: Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane

Hallo lieb Halbgötter und Magier,
heute habe ich eine Rezension über ein Buch, auf das ich mich schon sehr lange gefreut habe:

Titel: Percy Jackson auf Monsterjagd mit den Geschwistern Kane
Autor: Rick Riordan
Seitenzahl: 205 Seiten
Verlag: Carlsen
Kosten: 12.99 €

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt, geht es um Percy und Annabeth, die auf Sadie und Carter Kane treffen. Während Percy und Annabeth bekanntermaßen griechische Halbgötter sind, stammen Sadie und Carter von ägyptischen Göttern ab und können diese in sich beherbergen. Und nun treffen diese beiden Welten aufeinander, als ein übler Kerl versucht, diese beiden Mächte zu vereinen. Nur gemeinsam können unsere vier Helden gegen diese neue Form der Macht kämpfen und auch nur, wenn sie ihre Kräfte teilen…

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Als großer Fan der Bücher von Rick Riordan habe ich mich natürlich riesig gefreut, als dieses Buch endlich erschienen ist. Seit ich die Reihe um die Geschwister Kane zu Ende gelesen habe, wünschte ich mir ein solches Crossover herbei- und ich wurde nicht enttäuscht!

Witzig wie immer erleben wir ein typisch chaotisches Percy-Abenteuer und bekommen zugleich in Riordan-Manier eine kleine Geschichtsstunde dazu serviert!
Ich musste oft schmunzeln beim Lesen, auch wenn die Witze manchmal ein wenig zu sehr gewollt wirkten. Ich hatte manchmal das Gefühl, als wolle Rick Riordan unbedingt zeigen wie up-to-date er doch ist und wie gut er sich in der Jugendszene auskennt. Es wurden Regenbögen ausgekotzt, Selfies gemacht und mehrfach der Wunsch geäußert, jetzt mal jemanden „Die Fresse zu polieren“. Im Einzelnen kein Problem, doch leider hat sich das ein wenig gehäuft und mich deshalb beim Lesen gestört. Wie gesagt, es wirkte etwas überzogen und zu sehr bemüht.
Auch fand ich schade, dass die Geschichten nur so kurz waren, drei kleine Abenteuer, die dadurch schnell etwas hastig wirkten. Die Idee dahinter, dass wir erst getrennte Abenteuer und dann ein großes, gemeinsames Finale bekommen, finde ich gut. Nächstes mal aber bitte ein bisschen ausführlicher 😀

Was mir wirklich Freude beim Lesen bereitet hat, war die Vermengung der Welten. Man konnte im Vergleich ganz deutlich die unterschiedlichen Stile der beiden Göttergruppen sehen. Besonders im letzten Drittel werden diese Unterschiede genutzt und zusammengeführt, um zum finalen Schlag auszuholen.

Trotz kleiner Abzüge hat mir das Buch wirklich gut gefallen und mir genau das gegeben, worauf ich gehofft hatte. Wie immer habe ich ein Buch von Rick Riordan mit einem lachendem und einem weinenden Auge beendet und kann es euch nur ans Herz legen.

Meine Bewertung:

Bewertung 3 von 5

Und ganz besonders eine kleine Stelle, hat mein Percabeth-Herz höher schlagen lassen… Habt ihr sie auch gelesen? ♥

Rezension: Das Reich der sieben Höfe von Sarah J. Maas

Hallo liebe Bücherfreunde und Fabelwesen ♥

ich hatte das Glück eine Ausgabe von „Das Reich der sieben Höfe“ von Sarah J. Maas aus dem dtv-Verlag zu gewinnen und möchte euch heute das Buch ein  wenig (spoilerfrei) näher bringen.

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Hin und wieder gerate ich in ein „Reading Slump“, also in eine Phase, in der ich auf gar kein Buch Lust habe und einfach nichts lese. Und aus so einem Loch wieder herauszukommen, ist gar nicht so einfach. Ich bin mir sicher, der ein oder andere von Euch kennt diese Phasen auch, oder?

„Das Reich der sieben Höfe“ war einfach großartig und Sarah J. Maas hat mich damit endlich aus meinem „Leseloch“ herausgeholt!

Titel: Das Reich der sieben Höfe- Dornen und Rosen
Autor: Sarah J. Maas
Seitenzahl: 480 Seiten
Verlag: dtv
Kosten: 18,95 €

Doch worum geht es überhaupt?

Feyre hat ihrer Mutter auf dem Sterbebett das Versprechen gegeben, sich um ihre beiden Schwestern und den Vater zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es Ihnen gut geht. Und das obwohl sie das jüngste Kind ist und ihre Familie ihre Anstrengungen nicht unbedingt zu schätzen weiß.

Eines Tages erlegt sie auf der Jagd jedoch einen Wolf. Dieser ist jedoch kein gewöhnlicher Wolf, sondern ein gewandelter Fae – eines jener Wesen, die auf der anderen Seite der Insel ihr Unwesen treiben und Horrorgeschichten entsprungen sind. Und genau ein solches Wesen steht am nächsten Tag bei Feyre vor der Tür und fordert ihr Leben für das des Fae. Er stellt sie vor die Wahl, sie kann ihr Leben augenblicklich geben und sich töten lassen oder sie kehrt mit dem Fae zurück in sein Reich und lebt fortan bei ihm…

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Meine Meinung

Der Schreibstil der Autorin liest sich wie immer locker leicht, ist aber dennoch sehr bildlich und gespickt mit wirkungsvollen Aussagen. Man merkt jeder Seite an, dass die Liebe im Detail steckt und ich war von Anfang an gefesselt. Das Buch ist praktisch in zwei Haupthandlungen geteilt und wird nach der ersten Hälfte noch um einiges rasanter. Denn nicht nur das Leben bei den Fae stellt Feyre vor eine besondere Herausforderung, sondern eine Krankheit befällt das Land und bedroht auch das Reich der Menschen. Und über dem ganzen Unheil schwebt auch noch eine bösartige Sie, die selbst den mächtigsten Fae Angst einzujagen scheint…

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Besonders gut gefallen hat mir, wie Sarah J. Maas die Welt aufgebaut hat. Man merkt einfach, dass alles sehr gut durchdacht ist und sie einen guten Überblick über ihre Welt hat. Die eingeführten Wesen und Feste und Bräuche konnte ich mir sehr gut vorstellen und durch die Beschreibung der teilweise wunderlichen Landschaften erzeugt sie eine gute Vorstellung beim Leser.

Ein wenig anstrengend fand ich hingegen Feyres Beziehung zu ihrer Familie. Feyre ist ohne Frage eine starke Person, doch leider auch sehr festgefahren in ihrer Situation. Ich kann sie verstehen, doch leider steht sie sich damit immer wieder selbst im Weg. Außerdem lässt sie sich trotz ihrer Stärke immer wieder von ihrer Familie unterdrücken und herumschubsen und das nur aufgrund des Versprechens, das sie ihrer Mutter gab – die offenbar auch nicht gerade die netteste Person war. Ich hatte das Gefühl, dass durch das Versprechen die Handlung immer wieder ein wenig ins Stocken kam, da es immer wieder in den Vordergrund rückte und stets so präsent war. (Zumindest was den ersten großen Teil des Buches betrifft.)

Besonders gestört hat mich der Vater von Feyre, der durch den Verlust des Geldes der Familie auch seinen Lebenswillen verloren zu haben scheint. Sein Gemüt und Wesen ändern sich immer je nach finanzieller Situation, was besonders in der Mitte des Buches deutlich zeigt. Von ihrer Schwester Nesta hatte ich ein ähnlich negatives Bild,  dass ich jedoch im Verlauf der Handlung noch einmal überdenken und ändern musste. Ich bin gespannt, was man in den nächsten Büchern noch über Nesta erfahren wird und ob sie eine größere Rolle bekommen wird.

Eben diese Wandelbarkeit kommt auch Feyre zu Gute, die mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen ist und in der zweiten Hälfte über sich hinaus zu wachsen scheint. Sie schafft es endlich, ihre alten, mentalen Fesseln loszulassen und kämpft für ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse. Außerdem möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal kurz betonen, wie mir die Vielschichtigkeit und Tiefe ihres Charakters gefallen hat. Feyre hat sich alles selbst beigebracht und stets ums Überleben gekämpft und dennoch (oder vielleicht auch gerade deswegen?) liebt sie Farben, die Malerei und verliert sich gerne in der doch eigentlich sehr ruhigen Kunst.

Und mal ganz ehrlich, Sarah J. Maas weiß, wie man eindrucksvolle Charaktere schreibt -ich sage nur Rhysand :D….

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Ich hoffe, ich konnte euch damit einen kleinen Eindruck vom Buch geben, ohne zu viel zu verraten. Insgesamt hat es mir wirklich sehr gut gefallen und mich von der ersten Seite an gefesselt.

Meine Bewertung:

Blanko

Wie ihr vielleicht merkt, gibt es in diesem Buch so viel zu entdecken, dass ich dem Ganzen mit einer Rezension gar nicht gerecht werden kann. Am Besten holt ihr euch eine Leseprobe und überzeugt euch selbst von dieser wundervollen Geschichte, angelehnt an „Beauty and the Beast“.

Rezension: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor – Martin Baltscheit #5 Reziwoche

Hallo ihr Lieben ♥

Zum Abschluss möchte ich euch ein Bilderbuch vorstellen, das für Kinder und Erwachsene gleichermaßen geeignet ist. Wie ihr vielleicht wisst, studiere ich Grundschullehramt und beschäftige mich daher immer wieder mit Bilderbüchern.
Schon lange sind sie nicht mehr nur einfach nette Bücher mit bunten Bildern! Viele Bilderbücher lassen sich nur über mehrere Ebenen verstehen und haben daher Erwachsene als Zielgruppe vor Augen.
Doch darum soll es heute nicht gehen. Wenn ihr Interesse daran habt, kann ich aber gerne mal einen gesonderten Post über Bilderbücher machen 🙂

Titel: Die Geschichte vom Fuchs, der den Verstand verlor
Autor: Martin Baltscheit
Seitenzahl: 40 Seiten
Verlag: Beltz
Kosten: 13,95 €

„Es war einmal ein Fuchs, der wusste alles, was ein Fuchs so wissen muss.
Wer alles weiß, kann lange leben, dachte der Fuchs, und lebte ein langes Leben voller Abenteuer.
Dann aber fing er an zu vergessen, dass er ein Fuchs war.“ (Klappentext auf dem Buch)

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Wie ihr vermutlich bereits schlussfolgern konntet, geht es in diesem Bilderbuch um einen Fuchs, der an Demenz erkrankt. Das Buch begleitet den Fuchs, wie er von einem jungen Tier mit voll wilder Energie zu einem alten, kranken Fuchs wird, der sich immer mehr vergisst. Bis er am Ende sogar vergisst, was es heißt zu jagen und er mitten während einer Jagd einfach stehen bleibt, vergisst was Hühner sind, vergisst was er selbst eigentlich ist.

Unterstützt wird dieser ‚Verfall‘ durch die Typografie im Buch. Wichtige Wörter werden zum Beispiel groß geschrieben oder die Wochentage stehen kreuz und quer über der Seite verteilt geschrieben. Mal ist die Schrift recht klein, bei Gefahr ist sie dann plötzlich wieder sehr groß und bedeckt die komplette Seite. Dadurch lebt die Erzählung und verdeutlicht einmal mehr, wie es im Inneren des Fuchses aussieht.

Gestalterisch beschränkt sich das Buch auf wenige Farben, die den Eindruck machen, sie wären schon länger im Buch und verlören nun an Intensivität. Auch dies verstärkt den Eindruck des Verfalls bzw. von Altem.

Mich hat das Buch persönlich sehr berührt, da ich bereits miterlebt habe, wie Menschen ihr Gedächtnis und damit auch ihre Identität verloren haben. Mit jeder Seite wurde ich trauriger und habe diese Ohnmacht gefühlt, die man immer verspürt, wenn etwas Ungerechtes geschieht, man aber unfähig ist, dagegen anzugehen. Doch dann kam der letzte Satz und hat mich als Leser wieder aufgefangen und mich hoffnungsvoll aus der Geschichte gehen lassen.

Meine Bewertung:

Bewertung 4 von 5

Für Kinder ist dieses Buch meines Erachtens nach auch geeignet, um ihnen die Krankheit verständlicher zu machen. Allerdings würde ich euch raten, nicht einfach nur das Buch mit ihnen zu lesen und es dabei zu belassen. Es ist wichtig mit den Kindern danach darüber zu sprechen, Fragen zu beantworten, ihnen aber auch Hoffnung zu geben und ihnen zu helfen, eine solche Thematik zu verarbeiten.

Ich hoffe, ich konnte euer Interesse an diesem tollen Buch wecken und falls ihr noch irgendwelche Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr mir gerne schreiben ♥ 

 

 

Rezension: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm von Ann M. Martin #4 Reziwoche

Hallo ihr Lieben ♥

Heute möchte ich euch erneut eine besondere Geschichte vorstellen, die mich doch sehr zum Nachdenken gebracht hat. Die junge Protagonistin hat sich schnell in mein Herz geschlossen und ich habe ein ums andere mal mit ihr gelitten…

Titel: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm
Autor:  Ann M. Martin
Seitenzahl: 240 Seiten
Verlag: Königskinder
Kosten: 14,99 €

„Die wahre Geschichte von Regen und Sturm“ handelt von Ruth (ruht), die Homophone liebt und ihrem Hund Regen (regen).
Ruth lebt bei ihrem alleinerziehenden Vater, der die meiste Zeit in einem irischen Pub verbringt. Er hat große Probleme damit, dass seine Tochter nicht einfach ein ’normales‘ Kind sein kann und ist mit der Erziehung überfordert. Ruth hat in ihrem Onkel einen zweiten Vater gefunden, doch ihr richtige Vater findet das alles andere als gut.
Sie hat einst einen Hund geschenkt bekommen, der jedoch in einer stürmischen Nacht verschwindet und die kleine Ruth macht sich auf die verzweifelte Suche nach Regen…

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Ruth erzählt uns die Geschichte auf ihre ganz eigene Art und man bekommt so einen Einblick, in die Denkweise von Menschen mit hochfunktionalem Autismus (so im Buch genannt).
Sie liebt Homophone und schreibt sie sich auf eine Liste, die natürlich alphabetisch geordnet ist. Da dies dem Leser so gezeigt wird, dass (das) die Homophone immer direkt hinter den Wort in Klammern stehen, braucht man eine Weile, bis man in den Lesefluss kommt.
An sich ist der Schreibstil sehr leicht zu lesen, es braucht nur ein bisschen, bis man bei den Homophonen nicht mehr ins Stolpern gerät. Außerdem fängt man irgendwann ganz automatisch an, selbst über weitere Varianten nachzudenken 😉 Ich finde diesen Schreibstil jedoch einfach super, um Ruth besser verstehen zu können. Es gibt dem Leser einen Einblick in die Denkweise des Mädchens und macht diese komplexe Art etwas zugänglicher.

„Interessant bei diesen Paaren ist, dass es einen Unterschied zwischen Einzahl und Mehrzahl gibt . Bei hält/Held geht es gar nicht, denn die Mehrzahl ist >>halten<< und >>Helden<<, und das sind absolut eine Homophone, bei Boot/bot geht es, Booten/boten ist noch immer ein Homophon, aber bote/Boote wäre keins. Dafür geht dann Boote/Bote. Das ist interessant, weil man sich so noch mehr mit Homophonen beschäftigen kann, aber es ist auch langweilig, weil es dadurch leichter wird, neue Paare zu finden.“ (S.66)

Außerdem hat sie eine große Vorliebe für Regeln (regeln) und Zahlen (zahlen) – vor allem Primzahlen, die sie bei Aufregung laut aufsagt. Alles keine Eigenschaften, die sie bei ihren Klassenkameraden sonderlich beliebt machen würden.
Eigentlich sollte Ruth auch auf eine spezielle Schule gehen, doch ihr Vater weigert sich und verdrängt das Problem.
Sie hat daher eine persönliche Lehrerin, die sie immer wieder an das richtige Verhalten erinnert (z.B.: nicht loszuschreien, wenn jemand eine Regel missachtet oder nicht richtig ausführt) und sie versucht beim Mittagessen zu integrieren. Ich muss jedoch sagen, dass ich diese Frau nicht sonderlich sympathisch fand, da sie ebenso viel Ungeduld zu haben schien, wie die meisten anderen Menschen auch. Doch Ruth in ihrer Art, merkt solche sozialen Abneigungen natürlich nicht.
An einem Tag folgt ihr Regen in die Schule und zum ersten mal haben Ruth und ihre Mitschüler ein gemeinsames Interesse.
Doch bald darauf, als ein schwerer Sturm die Stadt heimsucht und alles vernichtet, lässt ihr Vater die Hündin vor die Tür und in ihrer Panik verschwindet sie. Das merkt der Vater jedoch erstmal nicht und so findet Ruth das erst am nächsten Morgen heraus. Generell ist ihr Vater chronisch überfordert mit Ruth, weigert sich jedoch dies einzusehen bzw. Verantwortung abzugeben.
Einzig sein Bruder darf Ruth beispielsweise zur Schule fahren und sich in gewissem Maße um sie kümmern. Man merkt sofort den Unterschied zwischen den beiden Männern und wie wichtig ein geduldiger Umgang mit Menschen, die Autismus oder auch sonstige Besonderheiten aufweisen, ist. Mir tat nicht nur Ruth Leid, sondern auch ihr Vater. Er scheint wirklich sehr mit der Situation zu kämpfen und sich zu bemühen, doch durch seinen Starrsinn steht er sich selbst und somit auch Ruth im Weg…

Ruth macht sich schon bald auf die Suche nach Regen. Das ist für sie natürlich alles andere als leicht und die Geschichte endet auch nicht einfach damit, ob sie den Hund findet oder nicht.
Aufgrund ihrer Liebe zu Regeln, muss sie am Ende noch eine weitere Aufgabe erledigen und sich einer großen und schwierigen Aufgabe stellen…
Insgesamt sollte man sich für die Geschichte einen Moment Zeit nehmen und sie in Ruhe lesen. Mich hat sie viel zum Nachdenken angeregt und wirklich gut gefallen. Man muss sich jedoch auf diese Art von Schreibstil einlassen können und sich erst einmal daran gewöhnen. Die Geschichte ist auch eher ruhig und kann auch ohne einen großen Knall gut für sich stehen.

Meine Bewertung:

Bewertung 3 von 5

Kennt ihr bereits Bücher aus dem Königskinderverlag? Ich freue mich auf eure Empfehlungen ♥

Rezension: Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht von Jennifer L. Armentrout #3 Reziwoche

 

Hallo ihr Lieben ♥

Da Jennifer L. Armentrout dieses Jahr auf die Frankfurter Buchmesse kommen wird, dachte ich, ich zaubere eine Rezension zum zweiten Band von Dark Elements hervor.
Diese Rezension habe ich auch auf Lovelybooks veröffentlicht, doch ich fände es sehr schade, wenn sie dort im Stillen vor sich hin schlummert.

Falls ihr euch also noch nicht sicher seid, ob ich ihr die Reihe nach dem ersten Band fortsetzen sollt, kann ich euch ja vielleicht ein wenig weiterhelfen? 🙂

Achtung: Die Rezension enthält eigentlich keine Spoiler, aber ihr solltet Band 1 vorher gelesen haben!

Titel: Dark Elements- Eiskalte Sehnsucht
Autor: Jennifer L. Armentrout
Seitenzahl: 432 Seiten
Verlag: HarperCollins
Kosten: 16,90 €

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In „Dark Elements – Eiskalte Sehnsucht“ von Jennifer L. Armentrout geht es erneut um Layla, die halb Gargoyle und halb Dämonin ist. Nachdem sich Roth geopfert hat und in der Hölle festsitzt, ist sie verzweifelt und voller Sehnsucht. Ihre Zieh-Familie scheint sie noch immer zu meiden, wenn nicht sogar noch mehr als sonst, und mit ihren Freunden aus der Schule kann sie sowieso nicht über ihre Probleme reden. Bleibt nur noch Zayne, für den sie schon so lange schwärmt und der nun wider alle Vernunft Interesse an ihr zu haben scheint. Sie kann nicht mit ihm zusammen sein, die Gefahr ihm seine Seele zu nehmen wäre einfach zu groß – oder nicht?

Und als ob es in ihrem Leben nicht schon genug Chaos und Probleme gibt, geschehen in der Schule merkwürdige Dinge, die alle auf denselben Ursprung zurückzuführen sind.

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Gut gefallen hat mir, dass man mehr von Zayne zu sehen bekommt. Bisher mochte ich Roth lieber und Zayne eher weniger. Aber nach diesem Band ist er mir ans Herz gewachsen. Er ist sehr zuvorkommend, besonnen und glaubt felsenfest an das Gute in Layla. Sie kann gar nicht so recht glauben, dass all ihre lang gehegten Gefühle nun scheinbar erwidert werden, kann seine Versuche sich ihr zu nähern aber auch nicht ungeachtet lassen. Dabei wird immer wieder ihr moralischer Zwiespalt verdeutlicht und die Angst, Zaynes Seele zu rauben schwebt jederzeit über ihr. Sie kämpft gegen die Gefühle für ihn an und man ist mit ihr hin- und hergerissen. Vor allem, da sie Roth nicht so leicht vergessen kann.

Insgesamt ist Layla etwas erwachsener und vorsichtiger geworden. Bisher war ihr Leben mehr als chaotisch und undurchsichtig, was man ihr nun anmerkt. Sie ist enttäuscht und durcheinander, da sie die Lügen von Abbot (aus dem ersten Band) noch immer nicht verkraftet hat und ist zudem von Roth und Zayne völlig aus dem Konzept gebracht, auf positive, als auch auf negative Weise.

Ein ständiger Begleiter und die einzig währende Konstante in diesem Buch ist Bambi, der dämonische Hausgeist, den Roth ihr überlassen hat. Nicht nur leistet sie Layla Gesellschaft und spendet ihr Trost, sondern beschützt und verteidigt sie auch gegen alle Widrigkeiten. Zudem stellt sie eine immerwährende Verbindung zu dem Prinzen der Hölle dar, was mich besonders gefreut hat.

Ein kleines Manko hierbei war allerdings die andauernde Betonung, dass Bambi es sich nun auf ihren Brüsten (wahlweise auch Busen) bequem gemacht hat. Das wurde meiner Meinung nach wirklich oft erwähnt und es hätte der Handlung auch nicht geschadet, es einmal weniger zu sagen. Ansonsten ist das Buch sprachlich gesehen wie immer ein typischer Armentrout-Roman. In lockerer Jugendsprache schreibt sie sehr humorvoll und einfach, sodass es wirklich Freude beim Lesen bereitet und mir den ein oder anderen Lacher entlocken konnte. Allerdings herrscht in diesem Band insgesamt eine vergleichsweise bedrückendere Stimmung, was zum einen mit Laylas Seelenleben zusammenhängt (kann man das in ihrem Fall so überhaupt sagen?), zum anderen aber auch die problematische Situation in der Schule widerspiegelt. Dort geschehen immer wieder merkwürdige und unschöne Dinge, und man rätselt mit, wer dafür verantwortlich sein könnte.

Jeder hat hierbei seine eigenen Vermutungen, allen voran Abbot, der mir persönlich immer unsympathischer wurde. Ich kann Layla verstehen, dass sie nicht von ihrer einzigen Familie weggehen möchte. Jedoch finde ich, dass die Feindseligkeit des Clans ihr gegenüber zunehmend steigt. Vor allem nachdem er sie im ersten Teil schon belogen hat, verhält er sich nun immer abweisender und rätselhafter. Doch Layla lässt sich noch immer viel von ihm und dem Clan gefallen und kann sich nur schwerlich loslösen. Dabei hätte ihr genau das geholfen und gutgetan.

Vor allem auf den letzten hundert Seiten geschieht nochmal so vieles innerhalb kürzester Zeit und wendet die Handlung um 180 Grad. Man erfährt viele Geheimnisse, unschöne Wahrheiten und ein actionreicher Abschluss ist gewiss.

 Ich habe lange meine Vermutung mit Layla geteilt, wer Verursacher für alle die bösen „Zwischenfälle“ ist und doch lag ich falsch. Erst ganz zum Schluss erfährt man, wer Schuld daran hat. Mir war diese Person schon eine Weile suspekt, doch hatte ich irgendwie etwas Anderes erwartet und diese Wendung nicht ganz kommen sehen. Leider war die Auflösung wieder als Cliffhanger verpackt, doch entsprechend hoch ist die Spannung, was den dritten Teil betrifft.

Meine Bewertung:

Bewertung 3 von 5

Insgesamt hat es mir, trotz der ein oder anderen typischen Wirrungen, die einen zweiten Teil oft ausmachen, sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf den dritten Band.

Habt ihr die Bücher dieser Reihe bereits gelesen? Oder wart ihr euch bisher unsicher, ob ihr weiterlesen sollt?
Ich hoffe, ich konnte euch den zweiten Band ein bisschen schmackhaft machen 🙂

Rezension: Das Leben der Elfen von Muriel Barbery #2 Reziwoche

Hallo liebe Bücherfreunde,
heute möchte ich euch ein eher ungewöhnliches Buch vorstellen, das vermutlich nicht so viele von Euch kennen: „Das Leben der Elfen“ von Muriel Barbery.

Titel: Das Leben der Elfen
Autor: Muriel Barbery
Seitenzahl: 304 Seiten
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erlag: DTV
Kosten: 22,90 €

Ich bin durch eine Leserunde von Lovelybooks auf das Buch gestoßen. Ich war mir dabei nicht ganz sicher, was mich erwarten würde, aber lest selbst..:

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In „Das Leben der Elfen“ von Muriel Barbery geht es vordergründlich um die beiden Waisen Clara und Maria. Maria lebt in Frankreich in einem kleinen Dorf. Sie scheint auf außergewöhnliche Weise die Natur positiv zu beeinflussen, doch zugeben will es zunächst keiner der doch sehr gläubigen Anwohner. Doch vor allem die älteren Frauen aus dem Dorf kümmern sich um das besondere Mädchen.

Clara hingegen wohnt in Italien, doch schon bald kommt ein Verwandter ihres Ziehvaters und bringt ein Klavier mit. Clara setzt sich das erste mal an das Instrument und spielt direkt ein Stück vom Blatt ab. Ihr Talent bleibt natürlich nicht unbemerkt und bald darauf wird sie von einem Maestro nach Rom eingeladen.

Wie und ob sich Clara und Maria begegnen werden und wer genau denn nun die Elfen sind, müsst ihr natürlich selbst lesen.

Eines noch kurz vorweg: Das Cover mit Waldschein und Hase erklärt sich relativ schnell, doch den Titel finde ich nicht ganz zutreffend, da man eher weniger über das Leben der Elfen erfährt und alles noch immer etwas unklar für mich ist.

Was mir beim Lesen schnell aufgefallen ist: die Autorin hat einen sehr schönen, zarten und detaillierten Schreibstil. Sie schafft es sehr gut, Landschaften, Gefühle oder Gedanken zu beschreiben und sie schön zu verpacken.

Zwei Beispiele, die mir besonders gut gefallen haben :

  • „Wisst ihr, was ein Traum ist ? Er ist keine von unserer Sehnsucht hervorgebrachte Schimäre, sondern ein anderer Weg, über den wir die Substanz der Welt in uns aufnehmen und zu einer Wahrheit gelangen, wie sie der Nebel offenbart, indem er das Sichtbare verbirgt und das Unsichtbare enthüllt.“ ( auf Seite 127 zu finden)
  • „Ohne Erde ist die Seele leer, ohne Erzählungen ist die Erde stumm. Du musst erzählen,während du spielst .“ ( auf Seite 104 zu finden)

Allerdings sollte man sich für dieses Buch auch bewusst Zeit nehmen und es nicht nebenbei im Zug o.ä. lesen, um all die schönen Umschreibungen auch wirklich wahrzunehmen.

Ein Problem, dass sich für mich beim Lesen jedoch herausgestellt hat, ist dadurch gegeben dass durch eben jene Beschreibungen und Formulierungen die Spannung etwas auf der Strecke blieb. Ich hatte oft das Gefühl auf der Stelle zu treten und nicht voran zu kommen. Daher ist die Geschichte leider an manchen Stellen recht zäh voran gegangen, obwohl man schon viele Seiten gelesen hatte. Auch musste ich die ein oder andere Stelle mehrmals lesen, um sie wirklich zu verstehen. Das kann durchaus ein sehr schönes Leseerlebnis darstellen, doch für mich als „Schnellleser“ waren es eher störende Unterbrechungen. Jedoch bin ich auch nicht an solche ruhigen Bücher gewöhnt und habe noch keinerlei Übung im Umgang mit ihnen.

Aufgelockert wurde das Ganze wieder durch den ironischen Ton, der immer mal wieder erklingt. Ich habe ein ums andere mal schmunzeln müssen, besonders an der Stelle, an der Angèle völlig durch den Wind Maria hinterher läuft und nicht ganz fassen kann, was gerade passiert (Ich möchte jetzt an dieser Stelle nichts Inhaltliches vorwegnehmen).

Angèle lässt mich direkt noch auf einen anderen Punkt kommen : Personen und Namen.
Ich habe leider während der gesamten Lektüre große Schwierigkeiten damit, mir Namen und Personen zu merken und den Überblick zu behalten. Ich hatte das Gefühl ständig neue Menschen kennenzulernen und bedingt durch den Wechsel der Sicht von Clara auf Maria und zurück, konnte ich mir leider nur sehr wenige Personen behalten. Im Anhang befindet sich zwar ein Personenregister, doch selbst dort sind nicht alle aufgeführt und beispielsweise Angèle findet sich dort nicht.

Auch bin ich ein wenig von der Namenswahl irritiert, da für mich „Maria“ eher ein italienischer Name ist und „Clara“ eher zum Französischen passt. Im Buch ist die Wahl jedoch genau umgekehrt getroffen worden. Doch das nur als kleine Randnotiz.

Gut gefallen haben mir auch die Elfen, auch wenn so einige Fragen zu ihnen offen geblieben sind. Die Elfen, die wir im Laufe der Handlung kennenlernen, hätte ich so nicht erwartet. Ihr Erscheinen und ihre Art ist für mich nicht, wie ich mir Elfen normalerweise vorgestellt habe und das war ein sehr interessanter Aspekt.
Allerdings ist für mich besonders auf das Leben der Elfen bezogen, Einiges im Unklaren geblieben. Irgendwie habe ich hier nur eine schwammige Vorstellung bekommen und noch kein richtiges Bild von ihnen.

Aber nicht nur darauf bezogen sind Fragen offen geblieben. Die Handlung ging immer wieder sehr zäh voran und als es endlich richtig spannend wurde und viel auf einmal passiert ist, war das Buch irgendwie schon zu Ende ( Insgesamt hat es knapp 300 Seiten) .

Zurück bleibt eine Menge Raum für Fantasie und eigene Interpretationen. Doch für mich hat es sich leider so angefühlt, als würde die Handlung jetzt erst richtig losgehen und die ersten ~ 200 Seiten hätten eher als Einleitung fungiert.

Meine Bewertung:

Bewertung 3 von 5

Insgesamt ist dieses Buch sehr ruhig, doch erzeugt es wirklich schöne und imposante Bilder und die Autorin weiß mit Worten umzugehen. Ich würde empfehlen, sich in Ruhe damit auseinanderzusetzen, wenn man Lust auf viele Eindrücke von Natur und Leben hat. Für mich war es jedoch etwas zu ruhig und ich hätte mir ein längeres Ende mit mehr Aufklärung gewünscht.

Kennt ihr Autorin oder Buch? Vielen ist die Autorin ja durch ihre vorherigen Bücher bekannt, doch für mich war es das erste Buch von ihr.

(Diese Rezension findet ihr übrigens auch auf meinem Lovelybooks-Profil.)