Rezension: Selkie von Antonia Neumayer

beHallo liebe Meeresbewohner,
die heutige Rezension dreht sich um eine Geschichte rund um schottische Inseln und mysteriöse Kreaturen. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal zur Verfügung gestellt, noch einmal danke dafür.
Wie das Buch rund um Kate, ihren Bruder Gabriel und Ian gefallen hat, erfahrt ihr in der folgenden Rezension.

Selkie von Antonia NeumayerBildquelle

Worum geht es? 

„Als Kate im Hafen ihrer kleinen Heimatinsel im Orkney-Archipel die drei Fremden das erste Mal sieht, weiß sie, dass es Ärger geben wird. Die Männer sind gekommen, um ihren älteren Bruder Gabe mitzunehmen. Doch wohin und warum, das verraten sie nicht. Und das ist völlig inakzeptabel, findet Kate. Heimlich schleicht sie sich auf den Kutter der Fremden, um Gabe zu retten. Doch dann taucht der geheimnisvolle Ian an Bord auf, ein Schuss fällt. Und plötzlich springt Kate an Ians Seite in die eiskalte Nordsee. Mitten hinein in ein Abenteuer, das alles, was sie bisher über ihre Familie und ihre Inselwelt wusste, ins Wanken bringt …“ Quelle

Meine Meinung

Insgesamt war das Buch leider nicht so mein Fall und ich hatte wirklich lange daran zu knabbern. Die Idee an sich ist nicht schlecht und die Ansätze haben mir gut gefallen, die größte Schwäche sah ich jedoch im Schreibstil. Bereits nach den ersten vierzig Seiten hatte ich das Gefühl, eine Geschichte auf wattpad, fanfiktion oder Co. zu lesen. Der Text ging meines Erachtens viel zu sehr ins Detail und hielt sich unnötig lange mit Umschreibungen auf.
In Gedanken hatte ich eine Szene bereits abgehakt und war eine Stelle weiter, jedoch bin ich dann immer wieder über die erneuten Beschreibungen des selben Moments gestolpert. Im Großen und Ganzen hätte das Buch um Einiges kürzer sein können und ich habe eine ganze Weile gebraucht, um mich in das Buch einzulesen. Auch wurde es erst im letzten Drittel so richtig spannend, obwohl dem Leser schon sehr schnell klar wird, worauf es hinausläuft.

Geholfen hat mir beim Lesen jedoch die Einfachheit des Sprachstils, was durchaus positiv zu verstehen ist. Die Autorin verzichtet auf große Metaphern oder hoch gestochene Sätze, was für ein leichtes Verständnis sorgt und es einfach macht, den Inhalt auf Anhieb zu verstehen. Allerdings merkt man darin auch das junge Alter der Autorin.

Eine weitere Kritik habe ich an den Protagonisten, sie erschienen mir flach und stereotypisch. Kate macht durchaus eine Entwicklung durch und ist sympathisch, doch hat mir etwas gefehlt, dass sie einzigartiger macht.
Gut fand ich auch die Auflösung, was mit der Mutter von Kate und Gabriel passiert ist, auch wenn ich mir sowas in der Art gleich gedacht habe.
Ich weiß nicht, ob es gewollt war, dass mir Gabriel so unsympathisch erschien. Ich fand es schwierig mich mit Kate um sein Schicksal zu sorgen, da er mir stets wie ein eigensinniger, rücksichtsloser und verbohrter Kerl vorkam. Das verlieh der Handlung zwar einen ungewöhnlichen Twist, aber mir hat es nicht so zugesagt.

Gut fand ich auch, dass das Buch zwei Sichtweisen aufzeigte. Durch Ian bekommen wir noch einmal andere Einblicke in die Handlung und was ihn persönlich antreibt. Auch wird so der Zwiespalt verdeutlicht, dass jede Münze zwei Seiten hat und beispielsweise die Saighdear vielleicht doch nicht ganz so gut und heldenhaft ist.

Am Ende bleiben einige Fragen offen und ich vermute, dass es eine Fortsetzung geben wird. Doch die werde ich nicht mehr lesen.

Bei aller Kritik möchte ich hier anmerken, dass mir der Grundgedanke und der Inhalt an sich sehr gut gefallen haben. Auch der Prolog am Anfang war sehr schön stimmungsvoll und bot einen spannenden Einstieg in die Gesichte. Doch im großen Ganzen war dies einfach nicht mein Buch und es konnte mich nicht von sich überzeugen.

Ich kann das Buch allerdings jungen Lesern empfehlen und habe „Selkie“ gut gemeinte 2 von 5 Sternen gegeben.

Bewertung 2 von 5

Die Verlinkungen zu Bild- und Textquelle kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung, für die ich kein Geld bekommen.
(Die Verlinkungen habe ich aus Gründen des Urheberrechtes hinzugefügt.)

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7 Gedanken zu „Rezension: Selkie von Antonia Neumayer

    • Hey Nicci 🙂
      Ich bin eher auf gegenteiliges gestoßen und insbesondere auf dem Bloggerportal wurde es überwiegend positiv bewertet. Wobei das bei mir mal wieder die Frage aufwirft, wie ehrlich Rezensionen sind, wenn das Buch geschenkt wurde .. Aber naja, das ist ja eine völlig andere Abteilung 😉

      Liebe Grüße

      Gefällt 1 Person

      • DAS frage ich mich allerdings auch oft..
        Ich finde es schade, dass manche Blogger sich nicht trauen ehrlich zu sein.
        Ich habe letztens eine nicht sooo begeisterte Rezi hoch geladen, nein sogar zwei, und beide wurden vom Autor und eine auch vom Verlag geteilt. Bei einer hat die Autorin sich sogar per Nachricht bei mir für die ehrliche Kritik bedankt. Ich finde, so lange es angemessen formuliert ist (ich finde Verrisse zB völlig daneben) kann man doch alles anmerken.

        Gefällt 1 Person

      • Oh das freut mich zu hören 🙂 Also, dass es von Verlag und Autoren geschätzt wurde. Ich habe demletzt ein YouTube-Video gesehen, bei dem es auch um eine negative Rezension ging und die Youtuberin hat dann einfach Nachrichten vom Autoren und dessen Freundinnen bekommen, was diese schlechte Rezi denn soll und ob sie nicht wisse, wieviel Arbeit in so einem Buch steckt usw. Sowas geht halt gar nicht!
        Und ich finde auch: Solange man sachlich und höflich bleibt, steht es jedem frei, ein Buch negativ zu bewerten. Wie so oft macht der Ton die Musik 😉

        Gefällt 1 Person

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